Die Behandlung der Impotenz
Bis vor kurzem wurde Patienten, die aufgrund
einer erektilen Dysfunktion medizinische HIlfe suchten,
gesagt: "das spielt sich alles in Ihrem Kopf ab."
Heutzutage werden viele Behandlungsmethoden
angeboten, daher sollten Sie darauf achten, dass die
Behandlung, die Sie wählen, speziell auf Ihre
Bedürfnisse und Erwartungen und die Ihres Partners
abgestimmt sind.
Im folgenden werden die heutzutage
populärsten Behandlungsmethoden, zusam-mengefasst:

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Orale Medikamente, hier hat im besonderen
Viagra (Sildenafil Citrate) den Verlauf der Behandlung von impotenz beeinflußt. Nie
zuvor war ein verschreibungs-pflichtiges Medikament von
soviel Enthusiasmus begleitet. Allein in den ersten 6
Monaten verkaufte Pfizer über 50 Millionen der blauen,
diamantgeformten Tablette.
- Viagra wird als Tablette angefertigt und oral
eingenommen. Ca. 30 bis 60 Min. später wird das
Medikament in den Blutkreislauf aufgenommen.
- Viagra agiert dann als Hemmer eines Enzyms das
hauptsächlich im Penis vorgefunden wird. Durch das
Hemmen dieses Enzyms wird eine Serie natürlicher.
- Abläufe initiiert, die zu einem erhöhten Blutfluß in
den Penis und damit zu einer stärkeren Erektion
führen. Da das Medikament den natürlich auftretenden
Prozeß verstärkt, kommt es zu keiner spontanen
Erektion.
- Viagra hat auf essentielle Weise die Behandlung der
impotenz verändert.
- Das Medikament wird von Pharmazeuten der Firma
Pfizer hergestellt.
Die Injektions-Therapie
verwendet eine subkutane Injektionsnadel um das
Medikament (eine Mischung von Papaverin, Phentolamin und
Prostoglandin) seitlich in den Penis einzuspritzen.
Die Arznei entspannt die weiche Muskulatur des Penis und
erlaubt so eine Erektion. Diese Injektion kann jedoch
schmerzvoll sein und zu einer Vernarbung an den
Injek-tionsstellen und so zu einer schmerzhaften
Dauererektion des Penis führen. Das Produkt ist durch
Pharmacia and Upjohn (Caverjet) und Scharz Pharma, Inc
(EDEX) zu erhalten und kostet ca. £18.00
per Dosis.
Urethrale Einsätze - bestehen aus einem Applikator der klein genug ist um
in die Harnröhre eingeführt zu werden. Der Applikator
wird ca. 2,5 cm in die Harnröhre ein-geführt und dort
wird das Medikament (Prostaglandin E-1) eingträufelt.
Darufhin tritt eine Erektion auf, die ca. 30 bis 60
Minuten anhält Die Akzeptanz dieser Behandlungsmethode
ist immer noch abhängig von den Kosten und der relativ
geringen Erfolgsrate im Vergleich zu anderen
Behandlungen der impotenz. Die Applikatoren sind bei der
pharmazeutischen Fima Vivus Inc. erhältlich.

Bei der Vakuum
Therapie wird ein Zylinder
an dem eine Pumpe angebracht ist, über den Penis
gestülpt. Die Pumpe erzeugt ein Vakuum im Zylinder,
welches das Blut in den Penis transportiert und dort
eine Erektion erzeugt. Der Zylinder wird dann entfernt
während gleichzeitig ein Band zum Abbinden um den
Penisschaft angebracht wird. Dies hält den Penis ca. 30
Minuten in erigiertem Zustand. Diese Geräte kosten ca.
$150,00 – £400,00 und
können bei der Firma Mentor Urology POST-T-VAC, Inc.,
American Med Tech, Inc. erstanden werden.

Die
Hormon-Therapie - wird bei der geringen Prozentzahl der Patienten
verwandt, deren Testosteron-Level abnormal gering ist.
Während der ersten Konsultation wird der Arzt
wahrscheinlich zunächst Hormontests anfordern (LH und
Prolaktin) um anderweitige Gründe für einen niedrigen
Testosteronlevel auszuschließen. Falls geeignet, ist
Testosteron auch als transdermales Pflaster erhältlich.
Dieses Pflaster ist bei Androderm (SmithKline Beecham)
und Testroderm (Alza Pharmaceuticals), für ca.
£20,00 pro Pflaster
erhältlich.
Die vaskuläre Chirurgie - kann sowohl
das arterielle als auch das venöse System betreffen.
Venöse Verbände können bei durchlässigen Venen Erfolge
erzielen. Dennoch ist es schwer bei den heutigen
Testmöglichkeiten bei Patienten eine solche Diagnose zu
stellen und es ist schwierig deren Resultate vor einer
Operation vorherzusagen. Anwendungen einer arteriellen
Revaskulation sind begrenzt auf angeborene oder
traumatische vaskuläre Anomalien. Ähnlich der
Venen-Tests ist auch das diagnostische Testen der
kompletten Normalisierung noch nicht etabliert und so
bleiben die Probleme, die Ergebnisse operativer
Eingriffe vorherzusagen, bestehen.
Implantate - benötigen ein operatives Einsetzen eines prothetischen
Gerätes. Drei verschiedene Arten von Prothesen sind z.
Zt. erhältlich: flexibel, anpassungsfähig und
aufblasbar.

Die flexiblen oder anpassungsfähigen Stäbchen bestehen
aus 2 halb-starren, flexib-len Stäben, die den Penis für
den Geschlechtsverkehr ausreichend stabilisieren. Es
gibt ebenso aufblasbare Implantate, die eine eher
natürliche Erektion hervorrufen. Wenn eine Erektion
erwünscht ist, wird die Pumpe (diese befindet sich im
Hodensack) gedrückt und dies bläst einen Zylinder auf,
der die Erektion hervorruft. Nach dem Geschlechtsverkehr
wird die Pumpe losgelassen und der Penis normalisiert
sich wieder. Diese Geräte können jedoch zu
postoperativen Infektionen, mechanischem Versagen oder
dem Abtrennen einzelner Silikon-Partikel führen und
bergen nicht zuletzt das Risiko des operativen Eingriffs
an sich. Diese Prothesen sind durch die American Medical
Systems und Mentor Urology erhältlich.
Psychotherapie und/oder
Verhaltenstherapie - haben sich als nutzbringend bei der Behandlung der
impotenz erwiesen. Obwohl die häufigsten Ursachen
physikalisch sind, unterliegen sie doch oft eigentlichen
psycho-sozialen Faktoren. Psychotherapie und/oder
Verhaltenstherapie können hilfreich bei solchen
Patienten sein, bei denen kein organischer Grund für die
impotenz festgestellt werden konnte. Die Therapie
fokussiert dabei häufig auf Komplikationen rund um die
Performance-Angst, dysfunktionale Beziehungen, den
Verlust eines Partners, Psychosen, Drogen-missbrauch
usw.
Hinweis - Alle oben angeführten Behandlungsmöglichkeiten beziehen
sich direkt auf die ED, nicht auf mögliche ursächliche
Krankheiten, die verantwortlich für eine ED sein
könnten. Der Gebrauch mancher dieser Behandlungsmethoden
kann über einen langen Zeitraum schädlich sein. Bitte
gehen Sie verantwortlich mit ihrer Gesundheit um. Bitte
konsultieren Sie ihren Hausarzt regelmäßig und/oder
Ihren Urologen, so dass die ursächlichen
Krankheitsbilder, die für eine ED verantwortlich sein
können, untersucht werden.

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